Sonntag, 23. August 2009

Außer Kontrolle 1

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Der erste von 4 Bänden der allseits beliebten Comicserie.
Manaras Vision der ferngesteuerten Frau.
Ein heißes Abenteuer der besonderen Art.
Erotische Comickunst auf höchstem Niveau.

 








Außer Kontrolle 1
Autor: Milo Manara
Zeichner: Milo Manara
Verlag: Schreiber & Leser/Edition Erotik
Sprache: Deutsch
Erstveröffentlichung: 1991
Deutsches Album, Hardcover

Preis: € 17,95



Die Story:
Die junge Claudia wird wiederholt von Dr. Fez, ein Freund ihres Ehemanns Albert, belästigt. Immer wieder macht er ihr unsittliche Angebote. Als dann ein Forscher in einem Fachmagazin ein neues medizinisches Implantat gegen Impotenz vorstellt, dieses kurze Zeit später gestohlen wird und Claudia für eine Nacht verschwunden ist ändert sich ihr Leben grundlegend.
Ob im Einkaufszentrum, im Kino oder auf eine
r Ferieninsel, immer wieder überkommt Claudia eine unbändig Lust, die sie sofort befriedigen muss. Und immer ist der von ihr verachtete Dr. Fez mit einem kleinen Sender in der Nähe. Während ihr Ehemann Albert mit Hilfe eines Privatdetektivs alles versucht, um seine Frau vor weiteren Unannehmlichkeiten zu schützen stolpert Claudia von einer sexuelle aufgeladenen Situation in die Nächste. Zum Ende hin kommt es noch einmal zu Verwirrungen, als bekannt wird, dass das Implantat niemals funktioniert hat.


Die Zeichnungen:
Mit feiner Feder bringt Milo Manara erotische Kunstwerke auf das Papier. Die Figuren sind anatomisch korrekt, nur der fiese Dr. Fez wirkt ein wenig cartoonig. Von allen 4 Bänden der Serie "Außer Kontrolle" gibt es jeweils eine SW- und Farb-Version.


Die Anmerkungen:

Obwohl es sich um einen Meilenstein des erotischen Comics handelt wird auf explizite Szenen weitgehend verzichtet. Keine Hardcore-Pornographie wie man sie aus anderen Werken kennt, sondern eher leichte erotische Kunst. Manara kann auch anders. Nicht ganz ohne Humor erzählt Manara ein erotisches Märchen. Besonders die Rettung des in Claudias Arsch verschwunden Diamanten lässt den Leser schmunzeln.
In der vorliegenden Ausgabe fehlen einige Seiten auf denen Claudia sich am Strand mit einem Jungen vergnügt. Diese Seiten sind der Verlagszensur zum Opfer gefallen, sind thematisch aber auch fragwürdig.

Die Wertung:

Außer Kontrolle 1
7von 10 goldenen Babes

Samstag, 22. August 2009

Die Zeit? Die Zeit!

Wie wohl schon bemerkt, hier geht es nicht so richtig weiter. Nicht das es nichts zu sagen gäbe, mir fehlt einfach die Zeit um so ausführliche Rezessionen zu schreiben. Da ich das bloggen aber nicht gänzliche bleiben lassen will, werden die nächsten Rezensionen einfach etwas kürzer ausfallen. Außerdem weiß ich auch nicht, ob es wirklich sinnvoll ist, komplette Inhaltsangaben ins Netz zu stellen. Damit nimmt man potentiellen Lesern doch jede Spannung.

Also, mein Blog lebt! Keine Angst.


Weiter geht es bald mit einem Klassiker von Manara.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Squeak The Mouse

Das wildeste Katz- und Maus-Spiel der Comicgeschichte.
Brutal, gewalttätig, pornografisch - und sehr lustig.
Ein Muss für jeden Comic-Fan.

























 








Squeak The Mouse
Autor: Massimo Mattioli

Zeichner: Massimo Mattioli
Verlag: Edition Kunst der Comics

Sprache: Deutsch
Erstveröffentlichung: 1991
Deutsches Album, Hardcover
Preis: DM 19.95


Die Story:
Episode 1: The Big Game
Squeak die Maus geht spazieren, als sie plötzlich von einem namenlosen großen schwarzen Kater angegriffen wird. Mit den Mitteln, die uns allen aus alten Zeichentrickfilmen bekannt sind, gelingt ihr aber die Flucht. Sie haut mit Hämmern, benutzt Dynamit, wirft mit Obst oder verteilt Murmeln auf der Treppe. Am Ende gelingt es der Katze aber doch sie zu erwischen und alles was von der kleinen Maus übrig bleibt ist ein klebriger Haufen Knochen und Gedärme an der Wand.

Episode 2: Blood Feast

Während der Kater mit seiner Freundin zu einer Party fährt, kann die alarmierte Polizei keine Überreste von Squeak mehr finden. Sie sind einfach Verschwunden. Auf der Katzen-Party wird getanzt, getrunken und schon wenige Minuten später ziehen sich die ersten Pärchen zum intimen Zusammensein in die Schlafzimmer zurück. Nur die Freundin des schwarzen Katers will von all dem nichts wissen, also sucht er sich umgehend eine neue Partnerin. Kurze Zeit später wird der weinenden Ex-Freundin der Kopf mit einem Beil gespalten. Nacheinander werden alle Party-Gäste auf brutalste Art und Weise ermordet. Bis plötzlich der Kadaver von Squeak vor dem schwarzen Kater steht. Aber wieder gelingt es dem Kater den Angriff der Maus abzuwehren. Diesmal verbrennt er sie mit Alkohol.

Episode 3: Zombie Night
Als einziger Überlebender kehrt der Kater erschöpft in seine Wohnung zurück. Mitten in der Nacht wird er von einem dumpfen Klopfen an der Tür geweckt und sieht sich kurze Zeit seit später den, mittlerweile als Zombies wieder auferstandenen, Partygästen gegenüber. Unter Einsatz sämtlicher Haushaltsgegenständen vernichtet er seine Angreifer. Natürlich nur, um am Ende wieder der Maus gegenüber zu stehen. Nachdem er die verbrannte Leiche der Maus in einem Mixer zu Brei verarbeitet hat, kippt er diesen laut lachend in den Ausguss.


Episode 4: Magma
Am nächsten T
ag, nach einem entspannten Kinobesuch, wird der Kater von einer dunkelhaarigen Schönheit in ihren Garten gewunken. Dort warten noch 2 ihrer sexy Freundinnen und zu viert genießen sie einen schönen Tag am Pool. Später am Tag begeben sich dann alle ins Haus und feiern dort eine wilde Orgie.
Aber auch diesmal sind die Überreste von Squeak nicht weit.
Nach und nach werden die nackten Damen dahingeschlachtet. Der Kater greift zum drastischen Mittel, öffnet die Gashähne und sprengt das ganze Haus mitsamt der Maus in die Luft. Triumphierend verlässt er das Trümmerfeld, fest vom Tode Squeaks überzeugt.
Ob er Recht behalten wird?




Die Zeichnungen:

Was
Massimo Mattioli uns hier bietet Cartoons wie man sie schon tausend Mal gesehen hat. Alle Personen sind Katzen, haben weisen aber menschliche Körper und Verhaltensweisen auf. Ganz so wie wir es von Micky und Co. kennen. Oft wird, wie bei solchen Comics üblich, der Hintergrund einfach nur als einfarbige Fläche dargestellt. Auch in den extremen Gewalt- und Sexszenen bleibt Mattioli seinem Cartoon-Stil treu. Auch beim Seitenaufbau gibt es keine Experimente, jede Seite enthält genau 12 gleichgroße Bilder.


Das Fazit:
Eine Rezension über Squeak The Mouse zu schreiben ist eine schwierige Übung. Was soll man zu einer gewalttätigen Bildergeschichte, die dazu auch noch komplett o
hne Text auskommt, auch sagen? Squeak The Mouse ist eine Schlachtplatte der lustigen Art. Eine Alptraumversion von Tom und Jerry oder genau so, wie Itchy und Scratchy immer seien wollten, sich aber nie getraut haben. Trotz einfacher Zeichnungen ist Squeak The Mouse ganz große Kunst. Viele Szenen verweisen direkt an die Horrorfilme der 80er, andere wiederum an die Erotikstreifen der 70er. Squeak The Mouse ist Kult und gehört einfach in jede Comic-Sammlung.


Das Anmerkungen:
Weil Squeak The Mouse, wie oben schon erwähnt, ohne ein einziges ges
chriebenes Wort auskommt, ist es egal welche Version man sich zulegt. Die deutsche Version wird wahrscheinlich eh nur noch auf Messen und Börsen erhältlich sein.


Die Wertung:
Squeak The Mouse
10 von 10 goldenen Babes

Mittwoch, 29. Juli 2009

The Convent of Hell

Ein Kloster in Frankreich, eine vergessene Tür im Keller, ein paar etwas zu neugierige Nonnen und das Unheil nimmt seinen Lauf.
Begleiten Sie den spanischen Zeichner Noé auf direktem Weg in die Hölle.












The Convet Of Hell
Autor: Barreiro
Zeichner: Noé
Verlag: NBM Eurotica
Sprache: Englisch
Erstveröffentlichung: 1998
US-Album, Softcover
Preis: $ 12.95

Die Story:
Herbst 1951, im einem Kloster ausserhalb der spanischen Stadt León gehen die Nonnen ihrem gewohnten Alltag nach. Als sie aber nach einen Umfall im Keller hinter einem Regal eine alte und mehrfach verriegelte Tür finden, versuchen die Schwestern vergeblich Informationen über diese bis dahin unbekannte Tür zu erhalten.

Noch in der selben Nacht wird die Mutter Oberin von einem Albtraum heimgesucht in dem sie sieht, wie eine Nonne bei einer satanisches Beschwörung im Keller des Klosters einen Übergang in die Hölle öffnet. Mit einer gewaltigen Explosin öffnet sich die Wand und direkt aus der Hölle betritt der Dämon Beelzebub das Kloster und zwingt der entsetzten Schwester Agatha sofort seinen sexuellen Willen auf.
Schweißgebadet erwacht die Mutter Oberin, nur um gleich darauf ihre durch den Traum ausgelöste sexuelle Erregung mit einer Kerze zu befriedigen.

Während die Nonnen am nächsten Morgen probieren die geheimnisvolle Tür zu öffnen tauchen doch noch Informationen über diese auf. In einem 400 Jahre alten Buch wird auf 3 gut versteckte Türen in die Welt der Götter verwiesen. Und eine dieser Türen liegt genau in diesem Kloster. Da die Schwestern sich von dieser alten Geschichte aber nicht von ihrer Neugier abbringen lassen, öffnen sie kurze Zeit später den letzten Riegel der Tür.

Sobald die Tür geöffnet wurde schießen Tentakel aus dem Raum und ergreifen die erste Schwester. Brutal reißen sie ihr das Gewand vom Leib und dringen in alle Körperöffnungen ein. Mit Entsetzen sehen die anderen Nonnen, wie ihre Schester von den Tentakeln in die höhe gehoben wird und nach einigen Minuten komplett mit einem dämonischem Sperma bedeckt wird. Nur bei der Mutter Oberin löst dieser Vorfall kein Entsetzen sondern Erregung aus. Nach einigen Minuten des Schocks gelingt des den Schwestern dann aber doch die Tür wieder zu verschließen. Am Abend beschließen die Nonnen diese Tür als erstes am nächsten Morgen wieder zu versiegeln.


Noch in der gleichen Nacht schleicht sich die Mutter Oberin zurück in den Keller, öffnet die Tür und bietet ihren nackten Körper Beelzebub als Geschenk. Als 2 weitere Schwestern probieren, ihn mit Hilfe ihrer Kreuze zurück zudrängen erschlägt er die erste und befiehlt der zweiten sich ihm hinzugeben.

Die restlichen Nonnen, die sich zu ihrem Schutz in der Kapelle eingeschlossen habe, beten zu Gott um Hilfe. Doch auch dort sind sie nicht sicher. Langsam verwandelt sich der Heiland am Kreuz in den Besucher aus der Hölle. Mit seinen dämonischen Kräften bringt er zuerst die Nonnen dazu, eine Mitschwester an ein Kreuz zu nagel und zu vergewaltigen, danach verwandelt er die ganze Kapelle in eine riesige Orgie. Zufrieden liegt Beelzebub vor dem Altar und schaut sich das von ihm geschaffene nackte Treiben an.

Die Bewohner im Nähe des Klosters wundern sich schon seit einigen Tagen über die seltsamen Vorgänge in ihrer Nachbarschaft und auch im Vatikan ist man auf das Thema aufmerksam geworden. Um den Geschichten auf den Grund zu gehen entsendet der Vatikan drei Priester in das Kloster. Sie sollen, wenn nötig, alles tun damit wieder der Normalzustand eintritt.


Als die 3 das Kloster erreichen werden sie schon erwartet. Freundlich bittet man sie herein und zeigt ihnen ihre Unterkünfte. Abends betritt dann eine nackte Schwestern das Zimmer zweier Priester und bietet sich ihnen an. Der dritte bekommt Besuch von der Mutter Oberin und dem Beelzebub persönlich. Während der Dämon den Priester festhält beraubt die Oberin ihm seiner Lebenskraft auf orale Art. Zurück bleibt nur ein vertrockneter Kadaver.

Ein paar Tage später verirrt sich ein Paar in den Flitterwochen in das Kloster. Während der Gatte sofort ausgesaugt wird, wird die Braut vom Dämon als Gespielin genommen. Da beide daran große Freude haben, nimmt er sie mit auf sein Zimmer wo sich beide noch einmal vergnügen. Während der Nacht gelingt der jungen Frau aber die Flucht. Verständlicher Weise ist man im Vatikan nicht erfreut über ihre Geschichte.

Nun sieht der Vatikan keine Alternative mehr als seinen letzten Trumpf auszuspielen. Er entsendet seinen Geheimorden der Kriegs-Mönche die das Problem ein für alle Mal lösen sollen. Mit Weihwasser werden diese Mönche ganz speziell gegen die Gefahr des Aussaugens der Lebensenergie geschützt, was der ersten Nonne gleich nach Ankunft des Ordens sehr übel aufstößt. Bewaffnet mit Flammenwerfern ziehen die Mönche durch das Kloster, stürmen die Orgien der anderen Nonnen und verbrennen jeden, der ihnen in den Weg kommt. Auch die Mutter Oberin kann sie nicht aufhalten. Beelzebub selber wird unter Einsatz von Weihwasser zurück durch die Tür in die Hölle gedrängt.

Nachdem die Tür vermauert wurde, brennen die Mönche das Kloster in der Hoffnung nieder, dass dieses Portal niemals wieder geöffnet wird.



Die Zeichnungen:
In seinem ganz eigenen Stil liefert der spanische Zeichner Noé hier ein Höhenpunt des erotischen Comic ab. Durch die Verwendung der vielen Braun- und Rottönen wirken die Bilder gealtert, vergleichbar mit Fotos die man aus den 50er kennt. Außerdem entseht ein guter Eindruck von Räumen, die komplett mit Kerzen beleuchtet sind.
Auch wenn man den einzelenen Seiten ansehen kann, wo der Hauptfokus Noés liegt sind alle sehr gut gemalt. Bei Seiten, die ausschließlich der Weiterführung der Story dienen sind die Zeichnungen nicht ganz so ausgereift und detailverliebt. In diesem Werk sind es aber höchstens 3-4. Dagegen sind die Seiten, auf denen es dann richtig zur Sache geht bis in die letzte Ader perfekt gezeichnet. Comic-Kunst auf ganz hohem Nivaeu.
Ergänzende Informationen zu Noés Schaffen findet man hier.


Das Fazit:

The Convet Of Hell ist eine sexuelle Orgie wie man sie selten sieht. Ein interessante Geschichte wurde hier annähernd perfekt in Comicform gebracht. Natürlich bleiben am Ende einige Fragen offen und auch während des Lesen sind einige Szenen nicht ganz schlüssig. Warum hat der Dämon ein eigenes Zimmer? Oder auch dass sein Opfer mit einem Bettlacken aus dem Fenster klettern kann, während Beelzebub ein Nickerchen macht ist eher unwahrscheinlich.
Hervorzuheben ist der Einsatz von Tentakeln, eigentlich ein typisches Japanisches Stilmittel, die aber auch hier sehr gut zur Geschichte passen. Sonst ist mir kein westliches Nicht-Manga Comic bekannt, in dem Tentakel zur Geschichte gehören.
The Convet Of Hell ist brutal und schmutzig, erotisch und schockierend - einfach Dämonisch gut.

Die Anmerkungen:
In der uns vorliegenden US-Version fehlen 3 Seiten. Auf diesen wird wohl zum ersten Mal das A
ussaugen der Lebenskraft demonstriert. Nur ist das Opfer dabei ein kleiner Engel, das war den Amis wohl zuviel des Guten. Auf dem ersten Bild nach der Zensur-Strecke sieht man den kleinen ausgesaugten Körper an einer Tür im Hintergrund. Das verzerrt die Geschichte ein bisschen.
Eine deutsche Version ist für 13 € bei epsiloneromix erschienen. Diese lag uns leider nicht zur Begutachtung vor, aber laut unseren Informationen enthält die deutsche Ausgabe die 3 in der US-Ausgabe fehlenden Seiten.

Die Wertung:
The Convet Of Hell
8 von 10 goldenen Babes